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Sowie zahlreiche weitere
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Fügen sich perfekt in die Landschaft ein: «Stülpentierchen»
von Willy Suter auf dem Skulpturenweg «Grenzen sprengen» 
in Läufelfingen, Foto: Stephanie Meier

ProgrammZeitung aus dem Maiheft 2021, S. 22/23

Kunst und Natur im Dialog

Sabine Knosala

Vom Skulpturenweg bis zur begehbaren Intervention: Diese drei neuen Projekte laden dazu ein, Kunst unter freiem Himmel zu erleben.

Wenn es draussen wärmer wird, zieht es so manchen ins Freie – sei es nun in die Natur oder in den öffentlichen Raum. Auf ein Kunsterlebnis muss man trotzdem nicht verzichten. Die ProgrammZeitung verrät, wo man draussen Skulpturen entdecken kann, die in einen Dialog mit ihrer Umgebung treten. Manchmal wird die Natur aber auch selbst zum Kunstwerk.

 

Barrieren aufbrechen.

Auf dem Land eine kleine Wanderung unternehmen und gleichzeitig zahlreichen Kunstwerken begegnen: Das kann man auf dem Skulpturenweg «Grenzen sprengen». Er beginnt und endet am Bahnhof Läufelfingen. Auf dem Rundkurs von 3,5 Kilometern befinden sich insgesamt
23 Kunstwerke. 

So hat beispielsweise die Basler Künstlerin Natalie Agreda einen «Karottenaufstand» inszeniert: Ein Heer von 30 Rüebli mit kleinen Mängeln steht auf einem Feld. «Damit möchte ich dem aussortierten Gemüse auf humorvolle Weise eine Stimme geben», erklärt Agreda. Verblüffend ist das Werk von Simon Berger: Der Berner, der für seine Werke mit zerschlagenem Glas bekannt ist, lässt ein Auto eine Betonabsperrung durchbrechen. Wer frontal darauf zugeht, dem blickt ein Totenkopf entgegen. Sehgewohnheiten stellt auch Willy Suter aus Tenniken auf den Kopf: Friedlich äsen Rehe am Rande einer Lichtung … aber halt, es sind gar keine Rehe, sondern «Stülpentierchen», bei denen das Innere teilweise nach Aussen gekehrt ist.

Organisiert wird der Skulpturenweg vom Projekt Grenzgänger bestehend aus dem Architekten Hans Jörg Rickenbacher, der Steinbildhauerin Sabine Gysin und dem Möbel- und Raumgestalter Bernhard Strub, die allesamt aus Läufelfingen stammen. «In einer Zeit, in der immer mehr Mauern gebaut werden, in den Köpfen der Menschen und in der realen Welt, wollen wir Akzente für mehr Freiheit und Offenheit setzen und dazu anregen, über innere und äussere Grenzen nachzudenken», sagt Gysin.

Der Skulpturenweg ist ein Jahr lang frei zugänglich. Geplant sind Begleitanlässe wie ein Kochevent mit Sandra Knecht, eine Theaterperformance mit Caviezel & Stohler und ein Konzert mit Fatima Dunn sowie eine Abschlussausstellung im Industriemuseum Silo12 in Läufelfingen.

Skulpturenweg «Grenzen sprengen»: Sa 8.5.2021 bis Sa 7.5.2022,
Start/Ende am Bahnhof Läufelfingen, Länge 3,5 Kilometer,
https://grenzgaenger.allyou.net

Ausserdem: Rehberger-Weg «24 Stops»: mit 24 Wegmarken des Künstlers Tobias Rehberger, Start an der Fondation Beyeler in Riehen, Ende am Vitra Campus in Weil, führt durch zwei Länder (bitte informieren Sie sich über die aktuell geltenden Regeln zum Grenzübertritt), Länge 5 Kilometer, www.24stops.info

 
Wie organisch gewachsen.

An einem Spazierweg mit Aussicht auf Basel liegt der nächste Tipp für Outdoor-Kunst: Für insgesamt ein halbes Jahr sind die drei «Bio Diversity»-Skulpturen des Binninger Künstlers Florian Graf zu Gast auf dem Bruderholz. Sie befinden sich auf den Feldern des St. Margarethenguts unweit der Sternwarte. 

Der Clou: Die drei Beton-Skulpturen bestehen jeweils aus den gleichen drei Teilen, die jedoch anders aneinander gefügt wurden. Für «Blooming» wurden sie nach oben wachsend verwendet, für «Standing» stehend wie eine Person und für «Flying» balancierend wie ein Vogel mit Schnabel. Graf wurde dazu von der Natur inspiriert: «Sie bildet durch unendliche Kombinationsmöglichkeiten aus den gleichen Bausteinen eine atemberaubende Vielfalt.»

Das bei allen drei Werken eingebaute Spion-Glas wirkt dabei wie ein Auge oder ein Fenster zur Seele. «Kunstwerke sind Quasi-Lebewesen, denen ein Eigenleben zugeschrieben wird», so der 41-Jährige. Besonders freut ihn, dass seine Werke nun mit Blick auf die Basler Skyline aufgestellt sind, die ebenso in die Höhe wächst wie die Pflanzen auf den Feldern. Organisator des Projekts ist der Kunstverein Binningen.

Florian Graf, «Bio Diversity»: bis Mo 16.8., Marga-Bührig-Weg, Binningen, www.kunstvereinbinningen.ch, www.floriangraf.ch


Die «Diversity»-Skulpturen von Florian Graf auf dem Bruderholz bestehen jeweils aus drei Elementen, Foto: Gina Folly 

Aug in Auge mit einer Pflanze.

Direkt im Herzen von Basel und daher ohne grösseren Fussmarsch zu erreichen ist die Kunstintervention «Arena für einen Baum» auf dem Münsterplatz. Der Name ist hier Programm: Bei dem Projekt von Klaus Littmann wurde rund um einen einzelnen Baum eine hölzerne Tribüne errichtet, die Jahrringen nachempfunden ist. Während der Öffnungszeiten können sich hier jeweils 17 Kunstfans gleichzeitig aufhalten und den Baum auf sich wirken lassen. «Die Natur ist ein gewaltiges Gesamtkunstwerk. Also kann man ihr auch ein kleines widmen», lässt sich Littmann zitieren. 

Die Themenwahl ist für den 70-jährigen Basler nicht neu: 2019 füllte er im österreichischen Klagenfurt unter dem Titel «For Forest – die ungebrochene Anziehungskraft der Natur» ein Fussballstadion mit insgesamt 299 Bäumen. Und auch in Basel geht Littmanns Projekt noch weiter: Zeitlich überlappend startet in den Räumen der Kulturstiftung Basel H. Geiger (KBH.G) die Ausstellung «Tree Connections» mit Arbeiten von 45 Kunstschaffenden. Vertreten ist beispielsweise Christo, der 1998 die Bäume der Fondation Beyeler verhüllte, oder Joseph Beuys, der 1972 in Düsseldorf gegen eine Baumfällung kämpfte und bei dem Littmann übrigens studierte.

Woher kommt aber die Faszination für den Baum? «Er ist ein eindringlicher Botschafter für die Natur und deren Erhalt», so Littmann. Daher wurde beim Basler Kunstprojekt auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz geachtet: Der Baum aus der Arena wird der Stadt Basel später geschenkt und die ausgestellten Kunstwerke sind mehrheitlich Leihgaben aus der Region. 

Dank der KBH.G als Organisatorin ist der Eintritt zu Arena und Ausstellung frei. 

Intervention «Arena für einen Baum»: bis Mo 24.5., täglich 11–20 h, Münsterplatz, Basel

Ausstellung «Tree Connections»: Di 11.5. bis So 11.7.,
täglich 11–18 h (ausser Dienstag), KBH.G, Spitalstr. 18, Basel www.kbhg.ch, www.klauslittmann.com 


Die «Arena für einen Baum» von Klaus Littmann auf dem Münsterplatz lädt zur Naturbetrachtung ein, Foto: zVg





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