Spenden-Tafel

 

 

Stiftung für Medienvielfalt

 

BLKB Jubiläumsstiftung

 

 

Privatpersonen
A.B. aus Kaiseraugst
Anne-Käthi Wildberger
Armin Vogt aus Basel
Atelier für Arbeiten mit Stein
Atelier Gillmann + Co GmbH
B.A. aus Basel
B.K. & B.K.
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Beat Lehmann aus Basel
C. Speitel
C.M. & A.M.
Christian Sutter-Lukanow
D.D. aus Basel
Elisabeth Tschudi-Moser
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Heiner Dalcher
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J. Finsterwald
Jürg Ewald
L.B. aus Basel
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M.G.
M.M aus Basel
Marianne Mattmüller
Mathias Bonert
P. Jaccoud
P.S. aus Basel
Regula Rappo-Raz aus Basel
S. Kubli Fürst
S. Scherrer & Benedikt Marzahn
S. Strub aus Basel
S.J. & M.J. aus Therwil
Susanne Wyttenbach
V.S. aus Gattikon

 

Sowie zahlreiche weitere
anonyme Spenderinnen und Spender

 

Die junge Adelheid Duvanel im -tis 1959, Foto: verm. Norma Hodel

ProgrammZeitung aus dem Maiheft 2021, S. 18

Meisterin der Prosa-Miniatur

Dagmar Brunner

Adelheid Duvanels sämtliche Erzählungen
erscheinen neu in einem Band.

Mit 14 verbrachte Adelheid ein «Welschlandjahr» in einem Mädcheninternat, verstummte, wurde menschenscheu und kam danach erstmals in psychiatrische Behandlung. Bis zur Heirat lebte sie bei den Eltern, begann die Kunstgewerbe-schule und eine Lehre als Textilzeichnerin. Ab 1960 konnte sie, zunächst unter dem Namen Judith Januar, regelmässig Erzählungen und Rezensionen in den «Basler Nachrichten» veröffentlichen. Es folgten Texte in diversen Medien und Anthologien, ab 1980 im angesehenen Luchterhand Verlag.

Gratwanderungen.

1962 ging sie mit dem Kunstmaler Joseph (Joe) Duvanel eine fatale Ehe ein, sie bekamen eine Tochter, lebten temporär in Formentera. Der Mann verbot ihr das Malen, demütigte sie und zerstörte später viele ihrer Bilder. Trotz enormer Belastungen blieb sie neben diversen Brotjobs mit zunehmendem Erfolg schriftstellerisch und journalistisch tätig, auch die Malerei nahm sie nach der Scheidung 1981 in der Psychiatrie wieder auf. Zum Suizid ihres Ex-Mannes 1986 kam die Sorge für ihre drogen- und aidskranke Tochter und ihre Enkelin, die heute verschollen ist. Obwohl sie vielerlei Unterstützung und endlich auch Wertschätzung für ihr Literaturschaffen erhielt, blieb sie gefährdet und starb in einer kalten Sommernacht 1996 im Wald bei Arisdorf, betäubt und unterkühlt. Ihr buntes malerisches, der Art brut verwandtes Werk wurde erst nach ihrem Tod einem breiteren Publikum bekannt; es wäre eine eigene Publikation wert.

Alle ihre verstreut gedruckten, meist sehr kurzen Erzählungen sind nun in einem Band vereint, 251 an der Zahl. Mit grosser Empathie und Fabuliergabe schildert die Autorin vielfältige, oft skurrile Existenzen und Befindlichkeiten. Es sind bildstarke, eigenwillige und intensive Geschichten, hellsichtig und abgründig, zart humorvoll und bitter ironisch – Zeugnisse eines komplexen Seelen- und Geisteslebens.

Adelheid Duvanel, «Fern von hier», sämtliche Erzählungen:          Hrsg. Elsbeth Dangel-Pelloquin (Nachwort) und Friederike Kretzen (Essay), Limmat Verlag, Zürich, 2021. 792 S., Ln., CHF 44 
(erscheint Mitte Mai)

Präsentation und Lesung zum 25. Todestag: Fr 4.6., 19.30, Liestal, www.dichtermuseum.ch

 

 

 

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