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Sowie zahlreiche weitere
anonyme Spenderinnen und Spender

 

Still aus Video-Sequenz, © Therese Schmidt

ProgrammZeitung aus dem Aprilheft 2021, S. 14

Ja, Nein oder Jein?

Thomas Meyer, Sabine Knosala

Das performative Musiktheater «Die Jeinsager» fordert zur Stellungnahme in Zeiten von Corona heraus.

In seinem neuen performativen Musiktheater «Die Jeinsager» fragt das deutsch-schweizerische Kollektiv «mehrblick & ton» nach Mechanismen von Entscheidungen und Opferbereitschaft in Zeiten einer «grossen Krankheit». Das Stück basiert auf der Schuloper «Der Jasager», die Bertolt Brecht und Elisabeth Hauptmann als Autoren sowie Kurt Weill als Komponist 1930 erstmals in Berlin aufführten. Erzählt wird darin von einem Jungen, der sich mit einer Gruppe auf eine beschwerliche Reise begibt, um für seine Mutter Medikamente zu besorgen. Dabei jedoch erkrankt er schwer und muss schliesslich seinem eigenen Tod zustimmen, damit die nicht infizierte Gesellschaft unbesorgt weiterreisen kann.  

Von der Realität überholt.

Vor der Corona-Pandemie konzipiert, wurde das Stück 2020 von der Realität überholt und darauf innerhalb eines Jahres sechs Mal inhaltlich überarbeitet. Der Grund: Fragen nach individuellen und gesellschaftlichen Entscheidungsmechanismen im Umgang mit Krankheit erfahren unter dem Eindruck der Pandemie eine neue Wertigkeit. Wie viel Informationen sind nötig um eine Entscheidung zu treffen? Wer entscheidet, wer systemrelevant ist? Daneben galt es aber auch, ganz konkrete, organisatorische Probleme zu lösen: Was tun, wenn nicht mehr neun Menschen gemeinsam auf einer Bühne singen dürfen?

Daher erweiterten die Berliner Regisseurin und Autorin Therese Schmidt und der Basler Komponist Wolfgang Heiniger, der seit 2003 an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin lehrt, die ursprüngliche Produktion um zusätzliche Elemente: Einerseits kamen neue Texte hinzu, in denen Erfahrungen aus der Pandemie wie beispielsweise Isolation verarbeitet werden. Andererseits wurde das Stück durch Videoeinspielungen ergänzt. Da der Chor aufgrund der aktuellen Coronabestimmungen nicht auftreten darf, wurde er in einem Tonstudio in Luzern aufgenommen und anschliessend in den Bündner Bergen gefilmt. «Das schafft eine surreale Poesie», meint Regisseurin Schmidt und fügt hinzu: «Dass wir kreativ werden mussten, kann auch beglückend sein.»

Auf eine integrale Aufführung der Schuloper von Brecht, wie sie ursprünglich geplant war, muss ebenfalls verzichtet werden. Dafür lagert das Kollektiv rund um den Original-Stoff neue Texte und Kompositionen an. Ein weites Diskursfeld eröffnet sich dabei – sinnhaft, sinnlich und sinnsuchend. «Der Jasager» wird so auf aktuelle Weise hinterfragt, ja zuweilen auch ironisch oder spielerisch aufgebrochen. In Zeiten der Pandemie, meint Schmidt, da gesellschaftspolitische Diskurse auf binäre Entscheidungsmuster, auf plumpes Ja und Nein reduziert würden, «erscheinen die (Lehr-)Stücke Brechts in einem neuen, dringlichen Licht».


mehrblick & ton, «Die Jeinsager oder: Über die unerträgliche Ambivalenz der täglichen Entscheidungen»: Mi 14.4. bis Fr 16.4., jeweils 20 h, per Livestream, www.garedunord.ch 


 
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