Spenden-Tafel

 

 

Stiftung für Medienvielfalt

 

BLKB Jubiläumsstiftung

 

 

Privatpersonen
A.B. aus Kaiseraugst
Anne-Käthi Wildberger
Armin Vogt aus Basel
Atelier für Arbeiten mit Stein
Atelier Gillmann + Co GmbH
B.A. aus Basel
B.K. & B.K.
Balz Raz
Beat Lehmann aus Basel
C. Speitel
C.M. & A.M.
Christian Sutter-Lukanow
D.D. aus Basel
Elisabeth Tschudi-Moser
Eva Herzog
Franziska von Blarer
Hans Furrer
Heiner Dalcher
Heinz Stahlhut
J. Finsterwald
Jürg Ewald
L.B. aus Basel
Linde & Martin Meneghin
M.G.
M.M aus Basel
Marianne Mattmüller
Mathias Bonert
P. Jaccoud
P.S. aus Basel
Regula Rappo-Raz aus Basel
S. Kubli Fürst
S. Scherrer & Benedikt Marzahn
S. Strub aus Basel
S.J. & M.J. aus Therwil
Susanne Wyttenbach
V.S. aus Gattikon

 

Sowie zahlreiche weitere
anonyme Spenderinnen und Spender

 

Dorian Sari, «Look», 2021, Foto: Jonas Hänggi

ProgrammZeitung aus dem Märzheft 2021, S. 24

Kunst, die aufrüttelt

Iris Kretzschmar

Dorian Sari stellt im Kunstmuseum Basel Werke
mit einer politischen Botschaft aus.

Sari hat den diesjährigen Manorpreis gewonnen, einen wichtigen Förderpreis des zeitgenössischen Schweizer Kunstschaffens. Seit 1982 wird die Auszeichnung jedes Jahr in einer anderen Stadt vergeben. Geboren 1981 in Izmir, hat Sari zunächst in Frankreich und Italien Politikwissenschaften studiert, eine geeignete Ausgangslage für seine Kunst. Angehängt hat er ein Kunststudium in Genf und in Basel und seither mehrere Aufträge erhalten. Seine Arbeiten treffen den Nerv der Zeit – sie kritisieren gesellschaftliche Machtverhältnisse und entlarven die Blindheit gegenüber sozialer Ungerechtigkeit. «Look, look!» ruft er verzweifelt in einem seiner Videos! Hinschauen ist gerade jetzt sehr wichtig, wenn demokratische Verhältnisse unter Druck geraten. Ein anderer Film zeigt einen flüchtenden Mann mit einer Pistole am Rücken – wegrennen ist hier unmöglich. Die Bedrohung des Individuums ist auch als 3-D-Wandarbeit in Form einer Jacke mit fixierter Waffe zu sehen. Unheimlich wirkt die Absenz des Körpers.

Wohin geht die Welt?

Die Orientierungslosigkeit des heutigen Menschen kommt eindrücklich mit «Compass» zum Ausdruck. Erstmals nimmt Sari das Wasser in Beschlag. Eine zur Windrose gespreizte Figur ist der Strömung des Baches, treibend und drehend ausgeliefert. 

Aufrütelnd ist sein Buch: «Texte über Post-Truth, Gewalt und Wut». Der Künstler hat es während seines Aufenthalts an der Akademie der Künste in Berlin geschrieben. Post-Truth möchte bewusst machen, dass wir in einer Zeit leben, wo unbequeme Wahrheiten verschleiert oder weggewischt werden. Der Begriff bezieht sich auf «Umstände, in denen Menschen mehr auf Gefühle und Überzeugungen als auf Fakten reagieren». In einer Auflage von 1000 Exemplaren herausgegeben, kann man das Buch mitnehmen und lesen, um wirklich zu verstehen, worum es Sari in seiner Kunst geht. Saris Publikation ist für sich schon ein Kunstwerk. Die Texte wirken wie frisch von der Leber weg gesprochen. Eine unverblümte Sprache, emotional und direkt, steigert sich manchmal zur wütenden Anklage oder verklingt im melancholischen Selbstgespräch. Viel über sein Nachdenken über das Weltgeschehen ist darin zu erfahren, es rüttelt auf und regt zum Nachdenken an und lässt uns vielleicht aus unserer bequemen Schläfrigkeit erwachen. 

 

Dorian Sari, «Post-Truth»: bis Mo 24.5.,Kunstmuseum Basel Gegenwart, digitales Programm verfügbar, www.kunstmuseumbasel.ch

 

 

Highlights

Highlight Maiheft 2021

Die Vielfalt leben!

Das queere Kulturfestival «Bunt! Basel divers» rückt die Lebensrealität von queeren Menschen in die Mitte der Gesellschaft.

Highlights

Highlight Maiheft 2021

Kunst und Natur im Dialog

Vom Skulpturenweg bis zur begehbaren Intervention: Diese drei neuen Projekte
laden dazu ein, Kunst unter freiem Himmel zu erleben.

Highlights

Highlight Maiheft 2021

Meisterin der Prosa-Miniatur

Adelheid Duvanels sämtliche Erzählungen
erscheinen neu in einem Band.

Highlights

Highlight Aprilheft 2021

«Tanz ist ein wunder- schönes Kommunikationsmittel»

Eloquent, «down to earth» (bodenständig) und stets mit allen per Du: Das ist      Richard Wherlock

Highlights

Highlight Aprilheft 2021

Ja, Nein oder Jein?

Das performative Musiktheater «Die Jeinsager» fordert zur Stellungnahme in Zeiten von Corona heraus.

Highlights

Highlight Aprilheft 2021

Alltagsdramen

Eine Ausstellung und ein Buch
würdigen die Basler Fotografin
Pia Zanetti.

Highlights

Highlight Märzheft 2021

Art on demand

Die Plattform «Salz + Kunst» bringt Kulturschaffende und Publikum coronagerecht zusammen.

Highlights

Highlight Märzheft 2021

Kunst, die aufrüttelt

Dorian Sari stellt im Kunstmuseum Basel Werke mit einer
politischen Botschaft aus.

Highlights

Highlight Märzheft 2021

Struwwelpeter 2.0

Das Kammerorchester Basel holt mit
seinem Hörspiel die bekannten Geschichten von Heinrich Hoffmann aus dem
19. Jahrhundert in die Gegenwart.

Highlights

Highlight Februarheft 2021

Vielstimmiger Einsatz für
mehr Rechte

Die Schweiz begeht ein
denkwürdiges Jubiläum: 50 Jahre Frauenstimmrecht.