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Sowie zahlreiche weitere
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«Jeder Frau ihre Stimme», Verlag Hier + Jetzt,
©Schweizerisches Sozialarchiv

ProgrammZeitung aus dem Februarheft 2021, S. 18/19

Vielstimmiger Einsatz für mehr Rechte

Dagmar Brunner

Die Schweiz begeht ein denkwürdiges Jubiläum: 
50 Jahre Frauenstimmrecht.

Es ist ein unrühmliches, beschämendes Kapitel der Schweizer Geschichte und muss gerade deshalb immer wieder erzählt werden: der Kampf ums Frauenstimmrecht. Erst 123 Jahre nach Gründung des Bundesstaates (und nach rund 70 Abstimmungen!) waren die Männer dieses Landes bereit, ihre viel beschworene Demokratie ernst zu nehmen und die andere Hälfte der Bevölkerung als gleichberechtigt anzuerkennen.

Heute klingt es unglaublich, dass bis ins späte 20. Jahr-hundert mit «Schweizer» ausschliesslich Männer gemeint waren. Sie konnten zum Beispiel den Wohnort bestimmen, ihren Gattinnen die Berufstätigkeit und ein eigenes Bank-konto verbieten sowie über deren Vermögen verfügen, und wenn eine Frau einen Ausländer heiratete, verlor sie bis 1952 ihre Staatsbürgerschaft. Auf Gemeinde- und Kantons-ebene durften die Frauen zwar zum Teil schon vor 1960 stimmen und wählen (in Basel-Stadt ab 1966), doch national waren sie erst 1971 politisch und ab 1988 auch zivilrechtlich gleichgestellt. In Appenzell Innerrhoden freilich musste das kantonale Frauenstimmrecht 1990 sogar gerichtlich erstritten werden – wie peinlich für ein Land, das sich fortschrittlich wähnte! Die meisten Staaten weltweit waren in dieser Hinsicht längst weiter ... 

Welche Befreiung die (keineswegs euphorische) Annahme des Frauenstimmrechts am 7. Februar 1971 bedeutete, ist heute noch vielen präsent. Für jüngere Menschen ist es selbstverständlich, doch längst nicht allen Bürgerinnen und Bürgern ist bewusst, wie steinig der Weg dahin war und wie es aktuell um die Frauen- beziehungsweise Menschenrechte in der Schweiz steht. Im Rahmen des
50-Jahre-Jubiläums sind nun etliche Publikationen erschienen, die vielfältig und aus unterschiedlicher Optik Frauengeschichte(n) erzählen, Erreichtes und Verpasstes aufzeigen, Denkanstösse und Handlungsanweisungen vermitteln, Zukunftsfähiges ausloten.


Büchertipps: Politik, Privates und Poesie.

«50 Jahre Frauenstimmrecht.»
Der Sammelband von Isabel Rohner und Irène Schäppi enthält Beiträge von 25 bekannten Frauen – von der Bundesrätin über die Filmregisseurin bis zur Ex-Miss Schweiz; die Jüngste zählt 18, die Älteste 87 Jahre. In Essays, Interviews, Porträts, einem Lied und einem Comic schildern sie ihre (zum Teil haarsträubenden) Erfahrungen, geben alltagspraktische Tipps, stellen Forderungen und machen kreative Vorschläge – eine erhellende Lektüre!

Isabel Rohner, Irène Schäppi (Hg.), «50 Jahre Frauenstimmrecht.
25 Frauen über Demokratie, Macht und Gleichberechtigung»
: Limmatverlag, Zürich, 2020. 256 S., Abb., gb., CHF 34

«Gruss aus der Küche»

In der Anthologie «Gruss aus der Küche» äussern sich über 30 Autorinnen zwischen 28 und 80 Jahren zum Frauen-stimmrecht, darunter Patti Basler, Elisabeth Bronfen, Susan Boos, Anja Conzett, Irena Brezna, Yael Inokai, Elisabeth Joris, Fatima Moumouni – kluge, humorvolle, bewegende Texte zum Nach-Denken und Schmunzeln, dazu ansprechende Zeichnungen.

Rita Jost, Heidi Kronenberg (Hg.), «Gruss aus der Küche.
Texte zum Frauenstimmrecht»
: Rotpunktverlag, Zürich, 2020. 219 S., Ill. Nora Ryser, gb., CHF 26

«Ab ins Bundeshaus!»

Informativ und kurzweilig ist das Leiterlispiel «Ab ins Bundeshaus!», mit dem sich der lange Marsch zur politischen Gleichberechtigung von 1919 bis 1990
anschaulich zurücklegen lässt. Stationen sind unter anderem die Schnecken-Demo von
1928, Iris von Rotens scharfe Analyse «Frauen im Laufgitter» 1958, der Basler Lehrerinnenstreik 1959, die Wahl der ersten Bundesrätin Elisabeth Kopp 1984, die Einführung des neuen Eherechts 1988.

Isabel Koellreuter, Anne Kriesemer, Franziska Schürch,
«Ab ins Bundeshaus! 50 Jahre Frauenstimmrecht: Ein Leiterlispiel»: Verlag Hier + Jetzt, Zürich, 2020. Mit Spielbrett und -figuren,
Würfel, 50 Karten und Textbroschüre, CHF 39.90

«Wir. Fotografinnen am Frauen*streik»

Der landesweite Frauenstreik von 2019 lebt im Fotoband «Wir» in aller Buntheit wieder auf. Ein rund 30-köpfiges Kollektiv hat die Kreativität und Solidarität der über eine halbe Million Beteiligten festgehalten. Kurze Erlebnisberichte ergänzen die kraftvollen Bilder.

Yoshiko Kusano, Francesca Palazzi, Caroline Minjolle (Hg.),
«Wir. Fotografinnen am Frauen*streik»: Christoph Merian Verlag, Basel, 2020. 140 S., 126 Abb., gb., CHF 34

«Jeder Frau ihre Stimme»

«Jeder Frau ihre Stimme» ist ein reichhaltiges Gemein-schaftswerk von sieben Historikerinnen verschiedener Generationen, das eine fundierte Übersicht über die letzten 50 Jahre Frauengeschichte bietet. Gegliedert nach Jahr-zehnten, werden die damals relevanten Themen behandelt, ergänzt mit Porträts wichtiger Akteurinnen, vielen Fotos, einer Chronologie und Biografien. 

Denise Schmid (Hg.), «Jeder Frau ihre Stimme. 50 Jahre Schweizer Frauengeschichte 1971–2021»: Verlag Hier + Jetzt, Zürich, 2020.
328 S., 50 Abb., gb., CHF 39

Alle Bücher belegen deutlich, dass es in der Schweiz viel Engagement und nicht selten massiven Druck von aussen braucht(e), damit die Verhältnisse sich ändern. Bleiben wir also dran, das Jubiläum ist kein Grund zum Ausruhen!


Highlights

Highlight Juniheft 2021

«Das Schöne ist, dass es weitergeht!»

Das Gründungsduo von Neuestheater.ch verabschiedet sich nach zwei Jahrzehnten intensiver und erfolgreicher Arbeit.

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Highlight Juniheft 2021

Das Grauen vor der Haustür

Regionalkrimis liegen im Trend.
Doch was macht sie so erfolgreich? 

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Highlight Juniheft 2021

Unverschämte Zeichnungen

Das Kunstmuseum Basel widmet der Amerikanerin Kara Walker ihre erste
Solo-Ausstellung auf Schweizer Boden.

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Highlight Maiheft 2021

Die Vielfalt leben!

Das queere Kulturfestival «Bunt! Basel divers» rückt die Lebensrealität von queeren Menschen in die Mitte der Gesellschaft.

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Highlight Maiheft 2021

Kunst und Natur im Dialog

Vom Skulpturenweg bis zur begehbaren Intervention: Diese drei neuen Projekte
laden dazu ein, Kunst unter freiem Himmel zu erleben.

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Highlight Maiheft 2021

Meisterin der Prosa-Miniatur

Adelheid Duvanels sämtliche Erzählungen
erscheinen neu in einem Band.

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Highlight Aprilheft 2021

«Tanz ist ein wunder- schönes Kommunikationsmittel»

Eloquent, «down to earth» (bodenständig) und stets mit allen per Du: Das ist      Richard Wherlock

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Highlight Aprilheft 2021

Ja, Nein oder Jein?

Das performative Musiktheater «Die Jeinsager» fordert zur Stellungnahme in Zeiten von Corona heraus.

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Highlight Aprilheft 2021

Alltagsdramen

Eine Ausstellung und ein Buch
würdigen die Basler Fotografin
Pia Zanetti.

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Highlight Märzheft 2021

Kunst, die aufrüttelt

Dorian Sari stellt im Kunstmuseum Basel Werke mit einer
politischen Botschaft aus.