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Screenshot aus der Online-Reihe der Fondation Beyeler: «Ein Museumsbesuch der anderen Art» mit Mike Müller und Patrick Frey

ProgrammZeitung aus dem Juniheft 2020, S. 22

Wie die Museen den Lockdown überstanden haben

Christoph Dieffenbacher

Nach der Wiedereröffnung haben die Kunstmuseen ihre Ausstellungen meist verlängert, ihre Online-Aktivitäten ausgebaut – und auch Innovatives eingeführt.

Menschenleere, sonnenbeschienene Landschaften, einsame Menschen und eine bedrohliche Stille über allem: Die in der Fondation Beyeler seit Kurzem wieder zugänglichen Bilder des US-Künstlers Edward Hopper geben für viele die Stimmung in der Corona-Krise präzis wieder. Nach dem mehrwöchigen «Dornröschenschlaf» (Direktor Sam Keller) hat das Haus die Hopper-Schau ebenso wie die Ausstellung «Stilles Sehen – Bilder der Ruhe» verlängert (bis 26. Juli). Die grosse Goya-Ausstellung wurde für später gesichert. 

Wie alle übrigen Museen hatte die Fondation zur Wiedereröffnung ein Schutzkonzept für Angestellte und Publikum ausarbeiten müssen. Dieses umfasst neben den Hygiene- und Abstandsregeln auch Zeittickets, getrennte Ein- und Ausgänge und eine beschränkte Personenzahl pro Raum. Die ersten Erfahrungen, den Besucherfluss zu steuern, waren positiv, wie es heisst. Wer bei Beyeler warten muss, kann zum Ticket ein Lunchpaket kaufen, um sich damit in den weitläufigen Park zum Picknick zurückzuziehen. Während der Schliessung hatte das Museum sein Online-Angebot ausgeweitet und bestehende Inhalte, Workshops und Vorlagen zusätzlich digital aufbereitet. 

Kunstmuseum: «Online hat schnell ein Publikum gefunden.»
Auch im Kunstmuseum Basel ging die Arbeit im Lockdown weiter. Kurz nach der abrupten Schliessung baute es sein digitales Programm aus und ergänzte es laufend: mit Videos von Bildbetrachtungen und Blicken hinter die Kulissen ebenso wie mit Lese- und Basteltipps sowie Archivfunden. Die Angebote für die sozialen Medien und die Live-Führungen hätten schnell ein Publikum gefunden, so Sprecherin Karen N. Gerig: «Wir konnten damit mehr als die Hälfte der täglichen Besucher der Webseite bei der Stange halten.» Einige Online-Aktivitäten laufen nun weiter, andere werden reduziert, bis im Haus wieder Veranstaltungen stattfinden können. 

Einen Teil der Ausstellungen hat das Kunstmuseum nach der Wiedereröffnung weitergeführt, darunter «Picasso, Chagall, Jawlensky» (bis 21. Juni) und «Circular Flow» (bis 19. Juli) sowie «Lichtgestalten» (bis 5. Juli). Neu dazugekommen ist «Madonnenkinder» mit Archivmaterial zur Kinderhilfe (Grafikkabinette, bis 24. Januar 2021), während andere geplante Ausstellungen hintenanstehen müssen. Die erste Vernissage nach dem Unterbruch ist für den 17. Juli vorgesehen («The Incredible World of Photography»).

Museum Tinguely: ein Degustationsset als Ersatz. 

Das Museum Tinguely hat für seine Online-Aktivitäten vor allem auf seine bisherigen Angebote zurückgegriffen, etwa auf den Multimedia-Guide «Meta-Tinguely». Zusätzlich stellte es unter dem Stichwort «Tinguely@home» während der Schliessung jede Woche ein neues Thema via Newsletter, Website und soziale Medien vor, darunter Hörstücke, Künstlerbesuche und virtuelle Rundgänge. Dieses Angebot sei rege genutzt worden, sagt Direktor Roland Wetzel und fügt hinzu: «Wir werden diese Formate sicher vermehrt auch in Zukunft einsetzen.» 

Die Werke der aktuellen Ausstellung «Amuse-bouche. Der Geschmack der Kunst» (bis 26. Juli) standen während der Schliessung mit Tüchern abgedeckt da oder waren ganz eingelagert. Einige Arbeiten wollte man dem Publikum während spezieller Führungen direkt geschmacklich nahebringen – doch der Gesundheit wegen muss das Museum zu einem Notbehelf greifen. So erhalten die Besuchenden jetzt an der Kasse ihr persönliches «Degustationsset» überreicht. Auf später verschoben wurde die Ausstellung «Pedro Reyes. Return to Sender». 

Kunsthaus BL: exklusiver Öffnungstag für über
65-Jährige.

Auch das Kunsthaus Baselland hat seine drei Ausstellungen verlängert (bis 5. Juli). Für ihr Haus bedeute die Online-Vermittlung bisher zwar noch «eher Neuland», erklärt Direktorin Ines Goldbach, doch habe ihr Team ebenfalls mit Führungen, Workshops und Atelierbesuchen im Internet reagiert. Besonders weist Goldbach auf die Donnerstage hin, die neu für über 65-Jährige als Risikogruppe reserviert sind. Diese Idee gehe auf das von ihr initiierte «Kulturtelefon» zurück, an dem Anrufende über ein Kunstwerk diskutieren können: «Die vielen Gespräche haben für beide Seiten etwas sehr Schönes – man spricht über Kunst, über die Situation, über Persönliches und Allgemeines.»

Bestimmt hat die Corona-Kise den Trend verstärkt, dass attraktive Online-Angebote künftig zum Standard der Museen gehören werden – ohne Internet geht es nicht mehr. Wie es Josef Helfenstein, Direktor des Kunstmuseums Basel, in einem Blog formuliert: «Das Kunstmuseum sollte auch dann nachhaltige Arbeit leisten, wenn es nicht im direkten Austausch mit dem Publikum steht.» Und für Roland Wetzel vom Museum Tinguely wird sich die Digitalisierung auch auf die Aktivitäten seines Hauses auswirken: «Künstler und Künstlerinnen als weltoffene Universalisten unserer Zeit werden darauf reagieren. Es ist unsere Aufgabe als Museum, diese Diskurse mitzugestalten und zu vermitteln.»


www.fondationbeyeler.ch
www.kunstmuseumbasel.ch
www.tinguely.ch
www.kunsthausbaselland.ch

 

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