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König David, Foto: zVg 

ProgrammZeitung 03/2019, S. 12

Ein geniales Jugendwerk

Christian Fluri

Arthur Honeggers ‹Le Roi David› mit der Basel Sinfonietta und dem Basler Bach Chor.
Viel zu selten werde es gespielt, das Oratorium ‹Le Roi David› von Arthur Honegger (1892–1955), dieses Werk der frühen Moderne, sagt der Basler Dirigent, Chorleiter und Organist Joachim Krause in unserem Gespräch. Er lobt die farbenreiche, geniale Orchestrierung mit der glockenhaften Celesta als Tasteninstrument, die Vielfalt der Musik mit ihren unterschiedlichen Stilen von choralhaften Passagen bis zu tänzerischen Jazzsequenzen.

Krause bringt nun das Oratorium von 1923 mit seinem Basler Bach Chor und der Basel Sinfonietta zur Aufführung. Das Konzert ist Teil der regelmässigen Zusammenarbeit zwischen dem Chor und dem selbstverwalteten Orchester. Als Abonnementkonzert der Basel Sinfonietta trägt es den Titel ‹Der Basler König› – weil Autograf und Original-partitur ihre Heimat in der Paul Sacher Stiftung gefunden haben; der Basler Dirigent und Mäzen war einer der grossen Förderer Honeggers.

Schauspielmusik.
Im Jahr 1921 suchte der Dramatiker René Morax für sein Stück über den alttestamentarischen König – geschrieben für sein Théâtre du Jorat Waadtland – einen Komponisten. Er fragte Igor Strawinsky an, doch der hatte keine Zeit.
Der Dirgent Ernest Ansermet schlug Morax den damals
29-jährigen, in Paris lebenden Arthur Honegger vor, ein Mitglied der Groupe des Six um Jean Cocteau. Auch Strawinsky empfahl den jungen Schweizer. Gerade mal zwei Monate habe Honegger Zeit gehabt, erzählt Krause «Doch bot sich ihm die einmalige Chance, zu zeigen,
was er konnte.» Und das war viel.

Honegger wurde mit ‹Le Roi David› über Nacht welt-berühmt. Zwei Jahre nach der Uraufführung entschlossen sich Honegger und Morax, das Werk zu einem Oratorium für Sopran, Alt, Tenor, einen Sprecher, einen gemischten Chor und Orchester umzuschreiben. Der Sprecher über-nimmt gleichsam den Part der Schauspieler, führt durch
die Geschichte des jüdischen Königs. Krause spricht von den rhythmisch komplexen Passagen, von den ein- und mehrstimmigen Gesängen, die von tiefer Trauer bis zu jubelnder Ekstase alles an emotionalem Ausdruck enthielten. Dem Komponisten gelang es, die Geschichte Davids auf dichte
65 Minuten zu komprimieren: ein Meisterstück im Umgang mit der Zeit und der drama-tischen Spannung.

Befreier und Despot.
«Das in moderner Sprache verfasste Werk zeigt den König als ambivalenten Menschen», erläutert Krause. David, der als Knabe mit seiner Steinschleuder den Philister Goliath besiegt, ist auf der einen Seite der heldenhafte Befreier
Israels, aber er ist ebenso ein Despot, der sich alle Rechte nimmt. Dies lebendig zu vermitteln, ist auch Aufgabe des Sprechers, dessen Part grossartig in die Musik integriert ist. In Örs Kisfaludy steht Krause ein Sprecher zur Verfügung, der mit seiner Stimme den Kirchenraum füllt. Er spricht den Text von der Kanzel, selbstverständlich ohne Mikrofon. Nur so stimme die akustische Balance zwischen SolistInnen, Chor und Orchester.

• Arthur Honegger, ‹Le Roi David›: Sa 23.3., 19.30, und So 24.3., 

    17 h,  Martinskirche Basel, www.baselsinfonietta.ch

• Ausserdem: ‹Cleopatra – Baroque Arias› mit La Folia    
    Barockorchester, Regula Mühlemann (Sopran) und Robin Müller
    (Violine, Leitung): Fr 22.3., 20 h, Burghof, Lörrach

 

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