Spenden-Tafel

 

 

Stiftung für Medienvielfalt

 

BLKB Jubiläumsstiftung

 

 

Privatpersonen
A.B. aus Kaiseraugst
Anne-Käthi Wildberger
Armin Vogt aus Basel
Atelier für Arbeiten mit Stein
Atelier Gillmann + Co GmbH
B.A. aus Basel
B.K. & B.K.
Balz Raz
Beat Lehmann aus Basel
C. Speitel
C.M. & A.M.
Christian Sutter-Lukanow
D.D. aus Basel
Elisabeth Tschudi-Moser
Eva Herzog
Franziska von Blarer
Hans Furrer
Heiner Dalcher
Heinz Stahlhut
J. Finsterwald
Jürg Ewald
L.B. aus Basel
Linde & Martin Meneghin
M.G.
M.M aus Basel
Marianne Mattmüller
Mathias Bonert
P. Jaccoud
P.S. aus Basel
Regula Rappo-Raz aus Basel
S. Kubli Fürst
S. Scherrer & Benedikt Marzahn
S. Strub aus Basel
S.J. & M.J. aus Therwil
Susanne Wyttenbach
V.S. aus Gattikon

 

Sowie zahlreiche weitere
anonyme Spenderinnen und Spender

 

!Mediengruppe Bitnik, PA MAC DI (Postal Machine Decision Part 2), 2018, Foto: courtesy Super Dakota

ProgrammZeitung 02/2019, S. 20

Kreative Datenströme

Nana Badenberg

Triple-Ausstellung mit preisgekrönter Medienkunst.
Während der Art Basel 2018 wurden zum ersten Mal die Pax Art Awards verliehen, und nun stellen die Gekürten im Haus der elektronischen Künste (HeK) aus. Denn das ist das Konzept des neuen und ersten Preises für Schweizer Medienkunst: Die Hälfte des Preisgeldes dient dem Ankauf eines Werks durch die Kunststiftung der Lebensversiche-rung mit Sitz am Aeschenplatz, wo so Preis um Preis eine ausgezeichnete Me-dienkunstsammlung entsteht; die andere Hälfte fliesst in die Produktion eines neuen Werks, das dann in einer – freilich umfassenderen – Schau im HeK gezeigt wird. 

Verliehen wurde der erste Pax Art Award an die mit
Werken wie dem ‹Random Darknet Shopper› oder ‹Delivery for Mr. Assange› bekannt gewordene !Mediengruppe Bitnik, die gerade jene Bereiche des Internets und der Medien-technologien auslotet, die sich dem öffentlichen Bewusst-sein und juristischen Zugriff entziehen, sowie an die junge, in Genf lebende Künstlerin Lauren Huret und die
2014 gegründete Künstlergruppe Fragmentin.

Von Letzterer wurde eine ‹Wettermaschine› angekauft, die die sozialen Datenströme ihrer Follower mit den jeweiligen meteorologischen Bedingungen korreliert – Nachrichten, die der Windrichtung folgen, Selfies, die sich in der Sonne verformen. Das neue Werk von Fragmentin heisst ‹Dipluvium› und setzt sich ebenfalls mit Wetterdaten auseinander, genauer mit Geo-Engeneering: am Boden ein Auffangbecken, einem antiken ‹impluvium› nachempfun-den, in dem es tropft, mal aleatorisch-organisch, mal, den menschlichen Manipulationsversuchen folgend, mit programmierter Regelmässigkeit.

Technik mit Spiel und Dialog.
Mit Datenströmen anderer Art beschäftigt sich Lauren Huret. Ihr geht es um die Visualisierung jener Algorithmen, die die weltweiten Finanzmärkte bestimmen und risikorei-chen Hochfrequenzhandel ermöglichen. Via Bildschirm live von der New Yorker Börse in die Ausstellung. Das Mining (Schürfen) von Kryptowährungen wiederum steht im Zentrum einer neuen Arbeit der !Mediengruppe Bitnik: ‹CryptoRave› hinterfragt unsere Teilhabe an den digitalen Realitäten, indem es Crypto-Mining und Live-Rollenspiel verbindet Jede/r kann mitmachen, sich am eigenen Computer den Zugang freischalten und so eintauchen in den Techno Rave der Ausstellung. 

Der museale Raum wird zum Prüfstand, um die unseren Alltag bestimmenden Medientechnologien kritisch in den Blick zu nehmen. Erstaunlich ist die spielerische Leichtig-keit, mit der dies geschieht. Und erfrischend der dialo-gische Charakter. Er entspricht der Politik des Hauses,
denn das HeK setzt zentral auf die Vermittlung von Medienkultur. ‹Share› steht auf der Tür zum Workshop-raum, und so heisst auch ein unlängst erschienener Sammelband, der resümierend das seit vier Jahren im neuen Haus auf dem Dreispitz verfolgte Konzept vorstellt, ergänzt um Praxisbeiträge zu konkreten Projekten: von der Schreibwerkstatt für Wikipedia-Artikel bis hin zum Flohmarkt der internetähnlichen Dinge. 

• ‹!Mediengruppe Bitnik, Lauren Huret, Fragmentin – Ausstellung

   der Preisträger des Pax Art Awards 2018›: Mi 20.2.,
   19 h (Vernissage), bis So 21.4., HeK, Haus der elektronischen
   Künste, Münchenstein. Mi bis So 12–18 h, www.hek.ch

• Publikation: ‹Share. Medientechnologie und Kulturvermittlung›,
    Hrsg. HeK, Christoph Merian Verlag, 2018. 192 S., 76 Abb.,
    br., CHF 20



 

Highlights

Highlight aus 03/2019

Ein geniales Jugendwerk

Arthur Honeggers ‹Le Roi David›
mit der Basel Sinfonietta und dem
Basler Bach Chor.

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Highlight aus 03/2019

Herkunftsfragen

Interkulturelles Filmfestival.

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Full House

Im Aargauer Kunsthaus steht das erste Quartal unter dem Vorzeichen des Grossen.

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Highlight aus 02/2019

Wider die Menschenverachtung

Viktor Ullmanns Oper ‹Der Kaiser von Atlantis› am Theater Basel

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Highlight aus 02/2019

Grösste Kellen im kleinen Topf

Krimimusical ‹Nur Tote singen schöner›
im Vorstadttheater.

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Highlight aus 01/2019

Mal ganz Ohr sein!

Eine lehrreiche Erkundung unseres Hörsinns.

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Highlight aus 01/2019

Inferno hinter Glas

Simon Stones ‹Hotel Strindberg›
am Theater Basel.

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Highlight aus 01/2019

Die wilde Freiheit des Alters

Les Reines Prochaines zelebrieren ihr
30-jähriges Engagement.

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Highlight aus 12/2018

Der Bessermacher

Das Vitra Design Museum präsentiert
Victor Papanek.