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Sowie zahlreiche weitere
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Der Komponist Viktor Ullmann 

ProgrammZeitung 02/2019, S. 15

Wider die Menschenverachtung

Christian Fluri

Viktor Ullmanns Oper ‹Der Kaiser von Atlantis›
am Theater Basel

Er hat leider nichts an Aktualität eingebüsst, Viktor Ullmanns Operneinakter ‹Der Kaiser von Atlantis oder die Tod-Verweigerung›. Der Schönberg-Schüler (1898–1944) komponierte das zukunftsträchtige Werk 1943/1944 im Konzentrationslager Theresienstadt, das Libretto verfasste der ebenfalls dort gefangene Peter Kien. Es ist eine geniale, erschütternde Parabel über Unterdrückung und Krieg sowie über den Aufstand des Todes und des Harlekins, der das Leben symbolisiert. Verhandelt wird das Grauen des 20. Jahrhunderts, vom Untergang der Donaumonarchie über den Faschismus hinaus. Die Proben fanden noch statt, die Aufführung aber wurde verboten. Ullmann und Kien wurden bald darauf nach Auschwitz deportiert und ermordet.

Wir erlebten überall Kriege, Bürgerkriege, ‹Der Kaiser von Atlantis› sei auch heute zeitgemäss, erklärt Stephen Delaney, der Leiter von Oper Avenir und mehrfach ausgezeichnete Liedbegleiter. Die Menschen würden sich nach wie vor gegenseitig umbringen wie in Ullmanns und Kiens Parabel, in der sich deswegen der Tod verweigere.

Foyer als Bühne.

Erfreulich ist, dass das Theater Basel die auch musikalisch grandiose Kammeroper u. a. mit den jungen Mitgliedern des Basler Opernstudios aufführt. Delaney ist begeistert von der Musik, die sich zwischen Songs im Stil von Kurt Weill, tanzhaften, jazzigen Elementen und grossem Operngestus bewegt. Gemeinsam mit dem Ensemble der Hochschule für Musik Basel will er diese starken Kontraste herausarbeiten.

Neben den vier Mitgliedern des Studios und Studierenden der Hochschule für Musik wirkt auch der Bassbariton
Andrew Murphy mit. Die jungen Talente profitieren von der Zusammenarbeit mit dem erfahrenen Ensemblemitglied. All dies habe für die Produktion der Kammeroper gesprochen, erläutert Delaney. Zudem bestünden enge Bezüge zur Region Basel: Das von einem Freund Ullmanns gerettete Autograf lag lange im Archiv des Goetheanum, da der Komponist der Anthroposophie nahestand. Heute beherbergt die Paul Sacher Stiftung in Basel den Ullmann-Nachlass.

Die Basler Inszenierung (Regie: Katrin Hammerl) betone den Charakter der Parabel und vermeide bewusst eine zeitliche Verortung, erzählt Delaney. Es sei hier eine wandernde Theatertruppe, die das Stück spiele und im Prolog die einzelnen Figuren jeweiligen Spielern zuordne und sie dem Publikum vorstelle. «Wir werden den ganzen Raum des Foyers in seiner ausserordentlichen Architektur bespielen», fügt Delaney an.


• ‹Der Kaiser von Atlantis›: ab Fr 8.2., Theater Basel, Foyer

 

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