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Sowie zahlreiche weitere
anonyme Spenderinnen und Spender

 

Jürg Kienberger, Foto: Claudia Carigiet

ProgrammZeitung 12/2018, S. 13

Aufmüpfig und musikbegeistert

Dorothea Koelbing

Jürg Kienbergers etwas anderer Blick auf Zwingli.

‹Eingerockt und ausgesungen – Ein fernes Lied aus Zwinglis Kindheit›, so nennen die Regisseurin Claudia Carigiet und der Musiker und Schauspieler Jürg Kienberger ihre szenisch-musikalische Spurensuche. Eine reizvolle Aufgabe haben sich die Beteiligten gestellt: die nahezu unbekannte Kindheit und Jugend eines Menschen zu (er)finden, von dem man vor allem weiss, was aus ihm geworden ist. Das Wenige, das belegt ist, ergibt Berührungspunkte, daran hangelt sich das Stück entlang – Herkunft, Familie, Aufenthaltsorte – und bewegt sich dabei fantasievoll und frei in mögliche Begebenheiten und Gefühlswelten des Kindes. Wie kann man sich die Welt dieses kleinen Jungen am Ende des 15. Jahrhunderts vorstellen, dessen Visionen von einer besseren Welt später die Schweizer Reformation und ihre Auswirkungen prägten? Als Sechsjähriger muss er zu seinem Pfarreronkel ziehen – was geht da in ihm vor? Johannes Rühl, der Initiator des Projektes, beschreibt es so: «Das Stück ist in höchstem Masse biografisch und grössten-teils erfunden.»

Kinderjahre des Reformators.

«Zwingli war viel gescheiter als die anderen Kinder im Dorf», sagt Carigiet, «und sicher ein Einzelgänger.» Er liebte die Musik, spielte zehn Instrumente. Später verbannte er die Musik aus der Kirche, nichts sollte vom Gebet ablenken. Warum entwickelte er eine solche Radikalität? Dass Geschichte sich wiederholt, macht den Blick auf Zwingli für die Regisseurin aktuell: «Wenn gesellschaftliche Strukturen verkrusten, müssen grosse Kräfte wirken, um Verände-rungen anzustossen.» Mit feinem Humor und grossem Ernst schlüpft Kienberger in die Haushälterin des Pfarrers, den Pfarrer selbst, einen Philosophen und vor allem in den kleinen Huldrych. Dessen Musikalität verkörpert er aus seinem unerschöpflichen musikalischen Fundus – oszillie-rend zwischen Pink Floyds ‹We Don’t Need No Education› und einem eigens für Hackbrett geschriebenen Walzer. Das Hackbrettspielen hat Kienberger extra dafür gelernt, im Kontakt mit Töbi Tobler, dem bekannten Schweizer Hack-brettspieler. Komponiert aus Schauspiel, Schattentheater, Puppenspiel und Musik entstand eine nachdenklich-leichte Hommage an diese «extrem schillernde, widersprüchliche Figur mit Führerqualität», wie Carigiet den Reformator nennt. Die NZZ schrieb dazu nach der Premiere in Zürich (22.3.2018): «Unter der verspielten Oberfläche liegt Hintersinn und eine Sternstunde der Musik.»

♦  ‹Eingerockt und ausgesungen›: Mi 19./Do 20.12., 20 h,   
    Gare du Nord

 


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