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Sowie zahlreiche weitere
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Bibliothek der Schule für Gestaltung Basel • Foto: Christian Flierl

Sinn für Gestaltung

Editorial aus ProgrammZeitung 6/2018

Dagmar Brunner

Viel weiss man nicht über sein Leben, weder das genaue Geburtsdatum noch den Todestag. Er wurde um 1400 ge­bo­ren und starb 1468 in Mainz: Johannes Gutenberg, der als Erfinder des modernen Buchdrucks gilt. Ebenfalls 1468 druckte Berthold Ruppel, mutmasslich Gutenbergs Geselle, in Basel das erste Buch auf Schweizer Boden, eine lateini­sche Bibel. Er beflügelte damit ein Gewerbe, das die Stadt als Zentrum des Buchdrucks berühmt machte.

Die Entwicklung von Papier, Schrift und Druck ist in der Papiermühle Basel bestens dokumentiert. Zum 550. Todes­jahr J. Gutenbergs wurde nun versucht, seine Erfindung expe­rimentell zu rekonstruieren. Drei Führungen beleuch­ten seine Zeit, seine Methoden sowie Vorläufer und Alter­nativen dazu. Denn der Mainzer war nicht der Erste, der mit beweglichen Lettern druckte, und auch nicht der Ein­zige, der sich Gedanken zum ‹mechanischen Schreiben› machte. Aber sein Verfahren hat sich durchgesetzt und Jahrhun­derte überdauert.

Ob Herr Gutenberg sich über die Bücher(flut) von heute freuen würde? Diese werden jedenfalls kaum mehr im Buchdruck produziert, doch in Kunstkreisen sind traditio­nelle Drucktechniken nach wie vor beliebt. Und jährlich werden schön gestaltete Bücher ausgezeichnet. Etliche davon – und auch viele kostbare historische sowie eine Fülle zeitgenössischer Publikationen – sind in der neu eingerichteten Bibliothek der Schule für Gestaltung Basel zu finden, die seit einem halben Jahr im ‹Transitlager› auf dem Dreispitzareal zum Schmökern, Lesen und Lernen einlädt.

Gut sichtbar und zugänglich, hell und attraktiv, geräumig und übersichtlich präsentiert sich die Institution, die zuvor ein eher verstecktes Dasein führte. Von 1893 bis 2017 war sie im Gebäude der ehemaligen ‹Gewerbeschule› an der Spalenvorstadt 2 untergebracht. Heute breitet sie sich in unmittelbarer Nachbarschaft zur Hochschule für Gestaltung und Kunst über zwei Stockwerke aus und ist eine Fund­grube für fast alle Themen visueller Kultur. Über 130’000 Medien und 150 Fachzeitschriften zu Kunst und ­Fotografie, Typografie und Grafik, Form, Farbe und Material, Architek­tur und Gartenbau, Textil und Mode sind hier versammelt. Auf zum Teil sorgsam restaurierten Designer­möbeln und in ansprechenden Nischen kann man der Lektüre frönen oder sich zum Arbeiten zurückziehen. Für Vorträge usw. steht ein Veranstaltungsraum zur Verfügung. Einblick ins helve­tische Plakatschaffen vermittelt zudem die reichbestückte Plakatsammlung Basel, die nun ebenfalls auf dem Dreispitz domiziliert ist.

Beiträge zu (Buch-)Gestaltung und Kunst finden Sie auch in diesem Heft auf S. 19–23 und natürlich an der Art Basel und den zahlreichen Nebenmessen. Wir wünschen Ihnen eine kunstsinnige Zeit.

♦ ‹Experiment Gutenberg›, Führungen: jeweils Sa. 2.6.2018, 30.6.2018, 7.7.2018, 14:00, Basler Papiermühle, www.papiermuseum.ch

♦ Bibliothek für Gestaltung Basel, Freilager-Platz 2, und Plakat­sammlung Basel, Freilager-Platz 6, Münchenstein, www.sfgbasel.ch

♦ Ausserdem: Buchvernissage Valentina Sebastiani, ‹Johann Froben, Printer of Basel›: Mi. 13.6.2018, 18:00, Unibibliothek

♦ Ausstellung ‹Die schönsten Schweizer Bücher›: Do. 21. bis So. 24.6.2018, Zürich, www.helmhaus.org

 

Editorial

Editorial aus 05/2019

Aufbruch in eine neue Ära

Dagmar Brunner

Editorial

Editorial aus 04/2019

Manege mit Tradition

Dagmar Brunner

Editorial

Editorial aus 03/2019

Der Kunst verpflichtet

Dagmar Brunner

Editorial

Editorial und Hauskultur
aus 02/2019

Neustart im ‹Bauch› von Basel

Dagmar Brunner

Editorial

Editorial aus 01/2019

Wurzeln der Moderne

Dagmar Brunner

Editorial

Editorial aus 12/2018

Bedrohtes Gut

Dagmar Brunner

Editorial

Editorial aus 11/2018

In eigener Sache ...

Dagmar Brunner

Editorial

Editorial aus 10/2018

Wahrheitssuche
in der Black Box

Dagmar Brunner

Editorial

Editorial aus 9/2018

Sinnesgenuss und
Denkfutter

Dagmar Brunner

Editorial

Editorial aus 7–8/2018

Lebendige Vergangenheit –
und Zukunft!

Dagmar Brunner