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Sowie zahlreiche weitere
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Strassenkunst • Foto: Daniel Spehr

Revolte & Rausch

Editorial aus ProgrammZeitung 5/2018

Dagmar Brunner

Sie sind heute gegen 70 und mehr Jahre alt, aber vielfach immer noch engagiert in verschiedensten Projekten und voller Erinnerungen an eine Epoche, die sie mitgestaltet haben und die sie geprägt hat: die ‹Achtundsechziger›. Einer von ihnen ist der Basler Soziologe Ueli Mäder, der nun ein umfangreiches Buch vorlegt, das u.a. auf Gesprä­chen und Korrespondenz mit über hundert Weggenos­sinnen und Zeitzeugen basiert. Darunter auch etliche aus Kultur, Medien, Sozialem, Wissenschaft und Politik in Basel, wie etwa Aernschd Born, Wolfgang Bortlik, Irena Brezna, Maria Caminati, Remo Gysin, Florianne Koechlin, Claire Niggli, Regula Renschler, Georg Kreis, Florence Weiss und Sus Zwick. Ihre Erfahrungen, Wahrnehmungen und Einschätzungen sind ergänzt mit Betrachtungen zu Geschichte, Politik und Philosophie jener Jahre sowie zur Bedeutung der Ereignisse für die Gegenwart. Mäders ebenso informative wie anschauliche und flüssig geschrie­bene Recherche in sieben Kapiteln ist eine Fundgrube für alle, die mehr über diese Zeit und Menschen wissen wollen, und bietet reiche Anregungen für den nach wie vor wichtigen Einsatz für eine ‹bessere Welt›.

Einige der ExponentInnen aus Mäders Buch kommen auch in unserem Schwerpunkt zu ‹1968 in Basel› vor s. S. 21–23. Der Autor, Rudolf Bussmann (geb. 1947), betreute als Herausgeber und Redaktor zusammen mit Martin Zingg während 25 Jahren eine Initiative, die ebenfalls 1968 entstanden war: die Schweizer Literaturzeitschrift ‹dreh­punkt›, gegründet von der ‹Gruppe Totentanz›, der u.a. Christoph Geiser und Werner Schmidli angehörten. Im ‹drehpunkt› erschienen Originaltexte und Illustrationen von Mitwirkenden aus allen deutschsprachigen Ländern. Nach der 125. Ausgabe wurde die renommierte Zeitschrift 2006 eingestellt, hat aber noch Online-Präsenz.

Fast gleichaltrig waren das 68er-Idol Karl Marx und der Kulturhistoriker Jacob Burckhardt. Sowohl der streitlustige Trierer mit seiner Gesellschafts- und Kapitalismuskritik
als auch der Basler Mitbegründer der modernen Kunst­geschichte (der freilich kein ‹Marxist› war) wurden vor 200 Jahren geboren, was nun Gelegenheit bietet, den Herren mit neuen Publikationen und an verschiedenen Veranstal­tungen auf den Zahn zu fühlen. Mehr zu Burckhardt siehe S. 18. Von gesellschaftlichen Aufbrüchen und Experi­men­ten erzäh­len ferner eine Video-Ausstellung zu den Bas­ler Freiräumen seit 1968 und das Festival ‹science+fiction›, das sich lustvoll der Rauschkultur widmet (siehe S. 24).

Berauschende Lektüre und Begegnungen mit Schreibenden gibt es auch an den Solothurner Literaturtagen, die eben­falls ein Jubiläum feiern: Seit 40 Jahren wird dort intensiv gelesen und diskutiert. In unserem Beitrag auf S. 17 kommt einer der Mitbegründer zu Wort: Rolf Niederhauser, der zudem zu den 68er-Protagonisten im eingangs erwähnten Buch von Ueli Mäder gehört.

 

♦ Ueli Mäder, ‹68 – was bleibt?›, Rotpunkt Verlag, Zürich, 2018.
368 Seiten, Bildteil mit Fotos von Claude Giger, 23,5 x 15,5 cm, gb., CHF 48.– (erscheint 5.5.2018)

♦ Buchvernissage: Di. 15.5.2018, 19:00 Volkshaus Basel, Unions­saal, Rebgasse 12–14 (organisiert von Literaturhaus Basel). Mit Ueli Mäder, Regula Renschler, Magdalena Küng und Anja Conzett (Moderation)

 

Editorial

Editorial aus 05/2019

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Editorial und Hauskultur
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Editorial aus 9/2018

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Editorial aus 7–8/2018

Lebendige Vergangenheit –
und Zukunft!

Dagmar Brunner